Top 10 IT-Sicherheits-Risiken für KMU im Jahr 2026 – und wie Unternehmen sich schützen können
- Kiriaki Emmanouilidou-Angele
- 24. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
2026 wird für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ein entscheidendes Jahr. Technologische Veränderungen, strengere Vorschriften und zunehmende Cyberangriffe stellen Organisationen vor neue Herausforderungen in der IT-Sicherheit.
Viele Risiken betreffen nicht nur große Konzerne, sondern gerade KMU, die weniger Ressourcen, aber hohe Abhängigkeiten von IT, Daten und Personal haben.
In diesem Artikel zeigen wir die zehn wichtigsten Risiken für KMU im Jahr 2026 – und geben praxisnahe Empfehlungen, wie Unternehmen ihnen begegnen können.

1. Cyberangriffe & Ransomware
Cyberkriminalität bleibt das größte Risiko – und 2026 sogar noch stärker. KMU geraten vermehrt ins Visier automatisierter Angriffe, die Schwachstellen unabhängig von der Unternehmensgröße ausnutzen. Besonders verbreitet sind in der IT-Sicherheit:
Ransomware
Phishing und Business-Email-Compromise
Angriff auf Remote-Zugänge
Viele KMU haben veraltete Sicherheitssysteme oder kein formalisiertes ISMS.
Was hilft?
Einführung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS)
Multifaktor-Authentifizierung
Regelmäßige Backups und Wiederherstellungstests
Security-Awa
reness-Schulungen
2. KI-basierte Bedrohungen
Angreifer nutzen KI in 2026 selbstverständlich – z. B. für:
perfekt formulierte Phishing-Mails
automatisierte Penetrationsversuche
Social Engineering auf Basis digitaler Spuren
Was hilft?
KI-gestützte Security-Tools einsetzen
Schulungen zu neuen Phishing-Gefahren
Zero-Trust-Ansätze
3. Compliance & neue Vorschriften (NIS2, DORA, DSG/DSGVO)
2026 müssen Unternehmen vor allem mit NIS2 konform sein, auch wenn sie nicht direkt betroffen sind – denn Zulieferer stehen ebenfalls unter Druck.Auch Datenschutz bleibt komplex: Bußgelder steigen, europaweit wie in der Schweiz.
Was hilft?
Gap-Analyse zu NIS2 / ISO 27001
Datenschutz-Managementsystem
Klare Verantwortlichkeiten und Prozesse
4. Fachkräftemangel & Wissensverlust
Viele KMU finden keine qualifizierten IT- oder Security-Spezialisten. Gleichzeitig gehen Schlüsselpersonen in Rente oder wechseln Arbeitgeber. Dadurch entsteht eine gefährliche Abhängigkeit von Einzelpersonen.
Was hilft?
Dokumentation von Prozessen (Wissensmanagement)
Outsourcing bestimmter Bereiche
Automatisierung von IT- und Compliance-Aufgaben
5. Lieferketten- und Dienstleisterrisiken
KMU sind häufig abhängig von IT-Dienstleistern, Cloud-Anbietern und Softwareherstellern. Angriffe auf Drittanbieter können direkt auf das eigene Unternehmen durchschlagen.
Was hilft?
Bewertung von Lieferanten (Supplier Risk Management)
Verträge mit Sicherheitsanforderungen
Notfallpläne für Ausfälle von Dienstleistern
6. Cloud-Sicherheitsrisiken
Viele KMU migrieren 2026 weitere Systeme in die Cloud – oft ohne ausreichende Governance. Häufige Fehler:
öffentlich zugängliche Datenbanken
falsche Berechtigungen
fehlende Verschlüsselung
Was hilft?
Cloud-Security-Best-Practices
Regelmäßige Konfigurations-Reviews
Identity & Access Management (IAM)
7. Finanzrisiken durch steigende Kosten & Cyberversicherungen
Cyberversicherungen werden strenger und teurer. Unternehmen ohne Mindest-Sicherheitsstandards erhalten keinen Versicherungsschutz mehr. Gleichzeitig steigen Energie- und IT-Kosten.
Was hilft?
Sicherheitsmaßnahmen dokumentieren
ISMS zur Erfüllung von Versicherungsanforderungen
Kostenplanung für IT-Sicherheit
8. Betrug & Social Engineering
KMU sind besonders anfällig für:
CEO-Fraud
Deepfake-Anrufe
gefälschte Rechnungen
Angreifer imitieren zunehmend realistisch Führungspersonen oder Partnerfirmen.
Was hilft?
4-Augen-Prinzip für Zahlungen
Verifizierungsprozesse für Änderungen von Bankdaten
Awareness-Schulungen
9. Betriebsausfälle durch IT-Störungen
Systemausfälle, Datenverlust oder defekte Server können den Betrieb tagelang lahmlegen. Die Abhängigkeit von IT-Systemen ist bei KMU oft unterschätzt.
Was hilft?
Business-Continuity-Management
Notfall- und Wiederanlaufpläne
Redundanzen und getestete Backups
10. Reputations- und Vertrauensverluste
Ein Sicherheitsvorfall oder ein Compliance-Verstoß schadet nicht nur finanziell, sondern auch langfristig dem Vertrauen der Kunden und Partner. Besonders KMU haben weniger Spielraum, um nach Vorfällen schnell wieder Vertrauen aufzubauen.
Was hilft?
Transparente Kommunikationsstrategie
Etablierung von Sicherheitsstandards (ISO 27001)
Schulungen zur professionellen Incident Response



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